Dr. Hüwer

 Dr. med. Hans-Dieter Hüwer
 
Kinder- und Jugendarzt


Arbeitsbereich Lernen

Verhalten Aufmerksamkeit

 
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Informationen für Eltern über die

Ausbildung zum Kinder- und Jugendarzt

Der Kinder- und Jugendarzt muß nach der geltenden Berufsordnung ein Studium der Humanmedizin erfolgreich abgeschlossen haben.

Medizin kann in Deutschland nur an Universitäten studiert werden. Zur Aufnahme des Studiums der Medizin wird derzeit beim Abitur ein Notendurchschnitt von knapp ‚1’ vorausgesetzt.

Das Studium dauert gegenwärtig mindestens 12 Semester (sechs Jahre). Es gliedert sich in einen vorklinischen (darunter Anatomie, Physiologie, Biochemie usw.) und einen klinischen Abschnitt (darunter Innere Medizin, Chirurgie, Hautheilkunde, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Orthopädie, Pharmakologie, Pathologie usw.).

Der erste Abschnitt muß mit der ärztlichen Vorprüfung („Physicum“) abgeschlossen werden, der klinische Abschnitt endet mit einem aus drei verschiedenen Prüfungsabschnitten bestehenden Staatsexamen.

Danach folgt eine praxisbezogene, zur Zeit 18-monatige Weiterbildung als „Arzt im Praktikum (AiP)“. Damit besteht die Berechtigung, den Beruf des Arztes auszuüben (Bezeichnung: ‚Arzt’).

Erst danach kann die Weiterbildung zum ‚Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin’ [= ‚Kinder- und Jugendarzt’], früher ‚Arzt für Kinderheilkunde’, angeschlossen werden. Diese Weiterbildung dauert derzeit mindestens fünf weitere Jahre.

In dieser Zeit müssen eingehende Kenntnisse erworben werden im Erkennen und in der Behandlung aller körperlichen und seelischen Erkrankungen des Kindes von der Geburt bis zum Abschluß der körperlichen Entwicklung, einschließlich Erkrankungsvorbeugung (Prävention), Schutzimpfungen, pädiatrische (kinderärztliche) Intensivmedizin, Rehabilitation (Wiederherstellungsmedizin) und Fürsorge im Kindesalter.

Als Inhalt und Ziel der Weiterbildung sind festgelegt: Vermittlung, Erwerb und Nachweis spezieller Kenntnisse und Erfahrungen in der Beurteilung der körperlichen, sozialen, psychischen und intellektuellen Entwicklung des Kindes, der Ätiologie (Ursachenlehre), Pathogenese (Entstehung und Entwicklung von Krankheiten), Pathophysiologie (Lehre von Krankheitsvorgängen und Funktionsstörungen), Symptomatologie (Lehre von den Krankheitszeichen), Diagnostik (Erkennen und Feststellen von Erkrankungen), Differentialdiagnostik, (= unterscheidende Gegenüberstellung von Krankheitsbildern mit ähnlichen Symptomen) und Therapie (Behandlung) der angeborenen und im Kindesalter auftretenden Störungen und Erkrankungen; Behandlung der Früh- und Neugeborenen sowie in der Sonographie (Ultraschalldiagnostik) und der Deutung von Röntgenbildern des Gebietes Kinderheilkunde. Ferner sollen Kenntnisse erworben werden in der Allergologie [Lehre von allergisch (durch Überempfindlichkeit) hervorgerufenen Krankheiten], Elektroenzephalographie (Hirnstromableitung), Elektrokardiographie [EKG] (Ableitung der Herzströme) und Phonokardiographie (Aufzeichnung des Herzschalls).

Dieser Abschnitt der Weiterbildung endet mit einer Facharztprüfung.

Erst nach dieser Prüfung ist der Arzt berechtigt, mit der Bezeichnung ‚Kinder- und Jugendarzt’ tätig zu werden.

Zum Erwerb eines Doktorgrades ist eine eigenständige wissenschaftliche Arbeit, die eine Bereicherung des ärztlichen Wissens darstellt, Voraussetzung.

In der Mehrzahl übt der Kinder- und Jugendarzt zur Vervollkommnung und Erweiterung seiner Kenntnisse seinen Beruf weitere Jahre an Kliniken aus, bis eine Tätigkeit in eigener Praxis angestrebt wird.

Zur Vorbereitung auf die Niederlassung ist eine nochmalige sechsmonatige Tätigkeit als Assistent oder Vertreter eines Kassenarztes notwendig.

Auch danach ist der Kinder- und Jugendarzt (gemäß der geltenden Berufsordnung) verpflichtet, sich beruflich fortzubilden (z.B. durch Fortbildungsveranstaltungen, Kongresse, Seminare, Übungsgruppen, Kurse, Vorlesungen, Studium der Fachliteratur). Darüber hinaus muß eine ständige Fortbildung (auch außerhalb des Gebietes der Kinderheilkunde) für den Notfalldienst stattfinden.

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